Am Mittwoch, den 24. Juni 2026 trafen sich um sieben Uhr abends die Gläubigen aus Österreich und aus dem Nachbarland Tschechien zum „Gebet an der Grenze“ beim Hl. Stein in Mitterretzbach, um für den Frieden zu beten. Diese Veranstaltung fand erstmalig im Jahr 1988 statt, bis zum Fall des Eisernen Vorhanges im Herbst 1989 nur mit österreichischer Beteiligung. Seit 1990 wird zusammen mit unseren tschechischen Nachbarn für Frieden und Freiheit gebetet.
Trotz heißem Badewetter und aktueller Fußball-WM als große Konkurrenz des Tages konnte sich der Obmann der Kath. Männerbewegung des Dekanates Retz-Pulkautal, Walter Böck, bei seiner Begrüßung über zahlreichen Besuch freuen und Dechant Placidus Leeb mit weiteren neun Priestern aus den Dekanaten Retz-Pulkautal und Znaim willkommen heißen. Bei der Andacht vor der Kapelle wurden Rosenkranz, Gebete und Fürbitten abwechselnd in deutsch und tschechisch gesprochen. Die Fürbitten bezogen sich besonders auf Klimakrise, Digitalisierung sowie auf die aktuellen Kriegs- und Krisenregionen in unserer Welt. Wie immer wurden die Lieder strophenweise abwechselnd in beiden Landessprachen gesungen. Die Kollekte wurde wieder dem Dekanat Znaim für Bedürftige zugesprochen.
Nach der Andacht wurde zur traditionellen Agape geladen. Bei traditionellem Brot und Wein und den kulinarischen Schmankerln unserer tschechischen Nachbarn in Form der so beliebten Pogatscherln und Miniatur-Buchteln in unterschiedlichsten Sorten sowie selbstgemachten Schaumrollen gab es wieder ausreichend Gelegenheit zu herzlichen Begegnungen und gemeinsamen Austausch.

