Die erste Pfarre „Zur Seligen Schwester Restituta“, Märtyrin in der NS-Ära, wurde in der Erzdiözese Wien im Vikariat „Unter dem Wienerwald“ errichtet. Die selige Ordensschwester Maria Restituta Kafka SFCC wirkte im Krankenhaus Mödling und ist nun Patronin der gemeinsamen Pfarre Neu in Mödling und Wiener Neudorf. Sie ist die erste Märtyrin der Stadt Mödling und der Erzdiözese Wien. Ihr liturgischer Gedenktag ist am 29. Oktober, dem Tag des Todesurteils 1942.
Mit 1. März 2026 wurde aus den drei bisherigen Pfarren in Mödling und Wiener Neudorf im Pfarrverband „Am Mödlingbach“ die Pfarre Neu zur Seligen Schwester Restituta konstituiert – mit drei gleichberechtigten Teilgemeinden: St. Othmar und Herz Jesu, beide in Mödling, und Maria Schnee (Wr. Neudorf).
In einer ansprechend gestalteten Vesper am 1. März 2026 in St. Othmar, der der Wiener Ordinariatskanzler Dr. Gerald Gruber vorstand, assistiert von den Geistlichen der neuen Pfarre und gemeinsam mit Schwestern aus dem Orden der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe, dem Orden der Sel. Sr. Restituta SFCC, wurde von den Mitfeiernden aus allen drei Teilgemeinden für einen guten gemeinsamen Weg gebetet – und anschließend gefeiert! Eine Ausstellung und ein umfangreicher Informationsstand gaben in der Kirche Gelegenheit, sich eingehend über Sr. Restituta, ihre mutige Haltung und ihren Lebensweg zu informieren.
Für manche neu waren am Beginn der Feier das von Msgr. Wilhelm Müller† verfasste Restituta-Lied, in dem wesentliche Aspekte aus dem Leben der Seligen zusammengefasst sind – und auch das von Schülerinnen und Schülern der Modeschule Mödling sehr persönlich getextete und komponierte Lied „Restituta Résistance“. Nach dem abwechselnd gebeteten Psalm 95 stellte die zentrale Lesung aus dem ersten Korintherbrief (1 Kor 12,12–27) die Einheit der vielen Glieder in Christus in den Mittelpunkt des Gottesdienstes. In der anschließenden Meditation wurde veranschaulicht, dass aus unterschiedlichen Steinen ein gemeinsames Fundament werden kann. Dr. Gruber griff in seiner Predigt Gedanken aus der Lesung und der Meditation auf, betonte die Vielfalt in der Einigkeit und wünschte für den weiteren Weg, auf dem wohl auch Unterschiedlichkeiten und Gegensätze bewusst werden, den Mut zum Gemeinsamen und den Segen Gottes.
„Gemeinsam sind wir unterwegs auf Jesu Weg“ – die Bestärkung der Fürbitten machte dies allen Mitfeiernden nochmals bewusst. Nach dem Magnificat und dem Vaterunser setzten die Mitfeiernden ein gemeinsames Zeichen für das Zusammenwirken in der Pfarre zur Sel. Sr. Restituta, indem sie Spielsteine auf einem Kreuz symbolisch für die neue Pfarre platzierten.
Nach dem Schlusssegen wurde mit dem Lied „Herr, wir bitten komm und segne uns!“ deutlich, worin der missionarische Auftrag der Gemeinde liegt.
Beim anschließenden Feiern wurde über die bisherigen Pfarrgrenzen hinweg geplaudert und auf einen guten weiteren Weg angestoßen. Herrn Ordinariatskanzler Dr. Gruber wurde als Dank u.a. die Festschrift „100 Jahre Pfarre Herz Jesu“ überreicht, von der er sich sehr beeindruckt zeigte. Erst nach ein, zwei Stunden gingen die Letzten nach Hause …
Bericht: K.M.P. u. E.P. (04.03.2026)
Fotos: Klaus Maria Pollheimer und Wilhelm Weiss


Franziskanerinnen von der christlichen Liebe (Foto: SFCC)

beim Volksaltar in der St. Othmar Kirche in Mödling

beim Volksaltar in der St. Othmar Kirche in Mödling


für das Zusammenwirken in der neuen Pfarre zur Sel. Sr. Restituta

Kaplan Ongway-Matondo, SVD


